Warum ein Trainingstool für Wissensmanagement?
Warum ein Trainingstool für Wissensmanagement?
Mit dem 21. Jahrhundert beginnt eine neue Ära, in der die traditionellen Mittel des Wettbewerbs wie Kapital, Land, Rohstoffe und Technologien nicht mehr die einzigen Erfolgsfaktoren für ein Unternehmen oder eine Organisation sind. Im Gegenteil, in der Wissensgesellschaft werden Zukunft und Erfolg von Firmen dadurch bestimmt, inwieweit diese fähig sind, ihre kostbarste Ressource, ihr Organisationswissen, zu ihrem Vorteil zu nutzen. Die Kriterien für geschäftlichen Erfolg ändern sich tief greifend und verändern dabei ständig das Wettbewerbsumfeld. Parallel dazu fordern sie die Flexibilität und das Anpassungsvermögen der Unternehmen bezüglich der Integration und Anwendung von neuem Wissen. Während früher Erfolg von Faktoren wie Produktivität, Effizienz und Qualitätsmanagement bestimmt wurde, sind es jetzt Kreativität, Innovation und Wissen. Deshalb ist heute die optimale Nutzung von allgemeinem Organisationswissen die neue, große Herausforderung für alle Unternehmen unabhängig von Größe und Sektor.
Unternehmen müssen nicht nur das Wissen ihrer Mitarbeiter entwickeln und erweitern, sondern sie müssen auch Mechanismen und Abläufe etablieren, die sicherstellen, dass das individuelle Wissen zu Wissenskapital der gesamten Firma wird. Die unablässige Nutzung von Wissen verringert nicht seinen Wert, wie es bei anderen Produktionsmitteln der Fall ist. Im Gegenteil, je mehr Wissen genutzt wird, umso mehr wird sein Wert für die Organisation angereichert und vergrößert. Und während Wissen durch die lange Tätigkeit und Erfahrung von Mitarbeitern schrittweise angesammelt und aufgebaut wird, geht es schnell verloren mit dem Ausscheiden eines Mitarbeiters aus der Firma. Deshalb ist es wichtig für moderne Organisationen, systematische und methodische Mechanismen für das Wissensmanagement zu entwickeln, um Firmenwissen bewahren und es für Verbesserung der täglichen Firmengeschäfte optimal verknüpfen zu können. Sie müssen außerdem Ressourcen und Methoden für die Bearbeitung und Verbreitung von vorhandenem Wissen entwickeln.
Obwohl Wissensmanagement durch die Forschung allgemein anerkannt ist und von führenden Unternehmensberatungen angewandt wird, gibt es eine große Lücke sowohl in der Berufsausbildung als auch in den Methoden, die in Europa verfügbar sind. Das ist genau das Ziel des Projektes TRAINMOR-KNOWMORE: Ein integratives Trainingsrahmenprogramm (sowohl im Sinne von Materialien als auch von Methoden) für das Wissensmanagement in Organisationen zu entwickeln, das europäischen KMUs helfen soll zu verstehen, was Wissensmanagement ist, mit welchen Methoden es gefördert werden kann, welche Ressourcen dafür notwendig sind und welche guten Anwendungsbeispiele es gibt.
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